Anlegen und Portfolio

Thesaurierend oder ausschüttend?

Erträge im Fonds behalten oder als Zahlung erhalten.

Thesaurierend

Ein thesaurierender ETF behält Erträge im Fonds und legt sie wieder an. Du erhältst daraus keine regelmäßige Auszahlung. Die Wiederanlage erfolgt automatisch.

Ausschüttend

Ein ausschüttender ETF zahlt Erträge zu vorgesehenen Terminen aus. Du kannst das Geld verwenden oder selbst wieder anlegen. Durch die Ausschüttung vermindert sich der Fondsanteilswert entsprechend.

Kein zusätzlicher Gewinn durch die Auszahlung

Vereinfachtes Beispiel ohne Marktbewegung, Steuern und Kosten: Aus 10.000 Euro ETF-Wert werden bei 200 Euro Ausschüttung 9.800 Euro ETF-Wert plus 200 Euro Geld. Zusammen bleiben es 10.000 Euro. Bei vollständiger Wiederanlage besteht daraus allein kein grundsätzlicher Renditevorteil einer Variante. Gebühren, Steuern, Rundung und Zeitpunkt können Unterschiede verursachen.

Steuerliche Einordnung im Booklet

Das Booklet erläutert für Deutschland, dass Ausschüttungen steuerlich relevant sind und auch bei beiden Varianten eine Vorabpauschale in Betracht kommen kann. Ausschüttungen, Teilfreistellung, Freistellungsauftrag und ein späterer Verkauf beeinflussen die Einordnung. Für die konkrete Behandlung sind Deine Situation und die dann geltenden Regeln maßgeblich.

Was passt zum Ablauf?

Für automatische Wiederanlage ohne laufende Auszahlung ist die thesaurierende Variante praktisch. Wer regelmäßige Zahlungen verwenden möchte, kann eine ausschüttende Variante prüfen. Die Ertragsverwendung ändert nicht die zugrunde liegenden Anlagen und ihre Risiken.

ETFs verstehen · Version 2.0 · Stand: September 2026.

Thesaurierend oder ausschüttend?

Vergrößerte Infografik: Thesaurierend oder ausschüttend?