Was ESG bezeichnet
E steht für Umwelt, S für Soziales und G für Unternehmensführung. Welche Kriterien gelten und wie sie gewichtet werden, hängt von Daten und Regelwerk ab.
Unterschiedliche Ansätze
- Ausschlüsse: bestimmte Geschäftsfelder oder Normverstöße ausschließen.
- Best-in-Class: innerhalb einer Branche höher bewertete Unternehmen stärker berücksichtigen.
- Themen und Ziele: bestimmte Klima-, Umwelt- oder Sozialmerkmale abbilden.
- Engagement: Stimmrechte und Dialog sind Aufgaben des Fondsanbieters und folgen nicht allein aus dem Indexetikett.
Gleiches Label, anderes Portfolio
Datenanbieter, Schwellenwerte, Schätzungen, Gewichtungen und Ausnahmen unterscheiden sich. Je nach Regelwerk kann ein ESG-ETF weiterhin fossile Energien, kontroverse Branchen oder hohe Emissionen enthalten. Markt-, Konzentrations- und Währungsrisiken verschwinden durch ESG nicht automatisch.
Vor dem Kauf lesen
- Indexmethodik und verbindliche Ausschlüsse
- Größte Positionen und Branchen
- Abweichungen zum Standardindex
- Nachhaltigkeitsindikatoren und Datenlücken
- Abstimmungs- und Engagementpolitik
- Produktunterlagen und regelmäßige Berichte
Angaben richtig einordnen
Das Booklet unterscheidet Offenlegungsangaben von Gütesiegeln: Eine Einordnung oder ein Fondsname allein beweist keine bestimmte Wirkung. Prüfe die konkrete Strategie und ihre Umsetzung anhand der jeweiligen Unterlagen. ESG-Bewertungen hängen von Methoden und Daten ab.
ETFs verstehen · Version 2.0 · Stand: September 2026.